Navigation im World Wide Web

Bild anklicken für Beispielgrafik zur Navigation im Internet

Seit einiger Zeit ist die Benutzung des Internet dank Browsern mit grafischer Benutzeroberfläche denkbar einfach. Ich versuche, die Bedienung möglichst einfach und mit nur so viel Technik wie nötig zu beschreiben. Im Bild obesn die Bedienungselemente eines Internetbrowsers und Navigationselemente im Internet am Beispiel der Homepage eines deutschen Verlags, bei dem ich einen vergleichbaren Vortrag zur Einführung ins Internet bereits gehalten habe (im Microsoft Internet Explorer 4.0):

Um eine Internetseite anzeigen zu können, muß man ihre genaue Adresse kennen. Diese gibt man in der Adressleiste des Browsers ein und drückt die Return oder Enter-Taste (oder beim Internet Explorer 5 kann man auch den "Go"-Button anklicken, in der deutschen Version heißt dieser "Wechseln zu").

Die Adresse einer Internetseite setzt sich zusammen aus dem Übertragungsprotokoll, dem Kürzel des verwendeten Internetdienstes sowie der Adresse des Servers (die sogenannte Domain). Will man ein bestimmtes Dokument auswählen, schließt sich daran noch die Pfadangabe des Dokuments auf dem Rechner sowie der Dateiname an.

Ein Vergleich: Die Adresse des Servers ist die oberste Ebene des Rechner, vergleichbar der Festplatte in einem lokalen PC (meist C:). Die genaue Adresse des Dokuments entspricht dem Pfad- und Dateinamen auf dieser Festplatte, sie lautet dann z.B. C:\Dokumente\Texte\test.txt

Bei einem Internetserver wäre das z.B. http://www.microsoft.com. Im Einzelnen: http steht für Hypertext Transfer Protocol. Es ist ein Basisprotokoll des World Wide Web und ermöglicht die Übertragung von Seiten von einem Server auf den eigenen Computer. Es folgen ein Doppelpunkt und zwei Schrägstriche, engl. slash bzw. double-slash genannt. Diesen Beginn der Webadresse (http://) kann man bei den neuen Browserversionen meist bei der Eingabe in die Adresszeile auch weglassen, er wird dann selbständig ergänzt. WWW steht für das bereits bekannte World Wide Web. Anschließend kommt nach einem Punkt (engl. dot) der eigentliche Name der Seite. Hinter einem weiteren Punkt folgt ein Kürzel, das die Art des Internetservers bzw. der Website charakterisiert. Von dieser Endung der Internetadresse leitet sich auch der häufig im Zusammenhang mit Internetadressen bzw. Online-Unternehmen verwendete Begriff dot-com (.com) ab.

Dabei haben die folgenden Endungen (die sogenannten Top-Level Domains) diese Bedeutung:

Des weiteren hat jedes Land spezielle Länderkürzel zugewiesen bekommen, die es an Server/Webseiten auf seinem Territorium vergeben kann. Diese Adressen können inzwischen bei den meisten Staaten aber auch von ausländischen Bürgern ohne Sitz in diesem Land registriert werden. Solche Länderkürzel sind z.B.:

  • de Deutschland
  • at Österreich
  • ch Schweiz
  • fr Frankreich
  • uk Großbritannien
  • it Italien
  • jp Japan
  • ru Rußland
  • to Tonga
  • tv Tuvalu
  • cc Coconut Islands
  • ...

Anmerkungen: Einige Staaten, vor allem die Mitglieder des Commonwealth, verwenden meist nur zweistellige Kürzel für Art und Land, die Adresse einer Firma in Großbritannien lautet z.B.: http://www.matinee.co.uk

Inzwischen sind fast alle in einem Lexikon zu findenden Begriffe bereits für Internetadressen reserviert worden. Dadurch sind die meisten "guten" und leicht einprägsamen Namen für Internetadressen bereits vergeben, besonders knapp wird es im Bereich der Adressen mit der Endung .com, hier sind meist nur noch Wortkombinationen und Kunstwörter frei. Und auch bei den Domains der jeweiligen Länder (.de) werden die guten Namen langsam knapp. Daher sollen bald einige weitere Top-Level Domains eingeführt werden, um wieder einprägsame Adressen und detailliertere Unterscheidungen zwischen der Charakterisierung der Webseiten z.B. nach jeweiliger Industrie oder Sitz einer Firma zu ermöglichen. Mehr dazu im Bereich Webseiten erstellen - Domains registrieren.

 

Die Grundstruktur der Seiten im World Wide Web sind in der Programmiersprache (genauer: Seitenbeschreibungssprache) HTML geschrieben. Die Abkürzung HTML steht für Hypertext Markup Language . Deshalb haben Internetseiten meist die Dateiendung .htm oder .html, ein Dokument heißt dann zum Beispiel index.htm (Die meisten Startseiten im Internet haben eine Bezeichnung wie index.htm oder main.htm).

Wir wissen nun also, wie man eine Internetadresse in die Adresszeile eines Browsers eingibt.

Nun wollen wir uns aber auch innerhalb eines kompletten Internetauftritts (d.h. eine Homepage/Startseite mit beliebig vielen folgenden Seiten) bewegen. Für jede neue Seite extra eine komplette Adresse einzugeben, wäre auf Dauer viel zu umständlich. Deshalb werden die Seiten im WWW über sogenannte Hyperlinks (kurz auch einfach Links) miteinander verknüpft. Meist ist dies einfach ein speziell gekennzeichnetes Wort oder auch ein ganzer Satz, erkennbar an einer Unterstreichung auf der ganzen Länge und standardmäßig in blauer Farbe (ich verwende in diesem Dokument eine andere) vom restlichen Text hervorgehoben. Hat man solch einen Link bereits besucht, stellt der Browser ihn in einer anderen Farbe dar, voreingestellt ist violett. Die Farbe ändert sich standardmäßig auch, wenn man gerade auf einen solchen Textlink klickt (meist in rot). Erst durch diese Hyperlinks wird das Internet zu der gigantischen Verknüpfung aus vielen Millionen Adressen, so dass man theoretisch unendlich lange von einer Seite zur anderen springen kann. Diese Möglichkeit, ziel- und endlos von einer Seite zur nächsten zu springen, ist auch unter der Bezeichnung Internetsurfen bekannt geworden.
Anmerkung: Laut einer Untersuchung kann man mit maximal 20 Klicks hintereinander auf solche Hyperlinks jedes Dokument im WWW erreichen, so stark sind die Seiten miteinander verknüpft - zumindest theoretisch...

Aber nicht nur Text, sondern auch jede beliebige Grafik kann die Funktion eines Hyperlinks besitzen (sogenannter Button bzw. Image Map), man erkennt einen solchen Link daran, dass sich der Mauscursor von einem Pfeil in eine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger verwandelt, wenn man darüber fährt (das tut er auch bei einem Textlink). Benutzerfreundliche Webseiten sollten über eine klar erkennbare Navigationsstruktur sowie evt. eine Beschriftung verfügen, damit der Besucher schnell erkennen kann, was ein Button und was nur ein normales Bild oder Schmuckelement ist. Meist findet sich diese Navigationsleiste am linken bzw. oberen Rand der Seite. Mit auf Grafiken platzierten Hyperlinks lassen sich so natürlich aufwendigere und zumindest für das Empfinden der meisten Benutzer ansprechendere Seiten und Navigationsstrukturen erstellen, als dies allein mit Textlinks möglich wäre.


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