Etwas aus dem Internet "mitbringen"

Damit ist nicht das so vielzitierte Online - Shopping gemeint, sondern ein schlichtes aber sehr häufiges Problem: Ich habe ein paar nützliche Informationen, Bilder, Dateien, etc. im Internet gefunden – denn ich weiß jetzt, wie man so etwas im WWW finden kann. Aber wie bekomme ich all das auf meinen lokalen Rechner? Das ist kein großes Problem, aber einige Dinge sollte man dazu wissen: Das Surfen im Internet ist ja ganz nett, nur hat man dadurch (zumindest nicht dauerhaft!) noch nichts von all dem Gesehenen auf der eigenen Festplatte. Sie wollen aber nicht nur im Datenmeer surfen, sondern auch "trawlen", d.h. wie ein Fischkutter ihren Fang an Land bringen. Mit einem einfachen Klick auf Datei – Speichern ist es aber leider nicht getan: Sie werden sehr enttäuscht sein, wenn Sie die Datei das nächste Mal öffnen. Denn wahrscheinlich sehen Sie nur Text und dazwischen leere Kästen an den Stellen, an denen sich die Bilder befanden (Anmerkung: Browser wie der Internet Explorer 5 können den Inhalt einer Seite mit den Bildern speichern, siehe unten). Und auch nur den Text der Seite, auf der Sie sich gerade befanden, als Sie speichern drückten. Und keinen Sound und keine schönen Animationen.Um das zu verstehen, muß man folgendes wissen: Die Programmiersprache HTML, in der die meisten Internetseiten erstellt wurden, ist genaugenommen eine "Seitenbeschreibungssprache", d. h. es ist nur definiert, wo ein bestimmtes Bild stehen soll, welche Animationen eingebunden sein sollen und wohin ein Hyperlink verweisen soll. Das bedeutet, nur der Text und die Textformatierungen sind fest in die Datei eingebunden, alle Grafiken, Programmierungen, Sounds, etc. sind eigenständige, externe Dateien. Deshalb erhalten Sie über den Befehl Datei – Speichern unter nur den oben beschriebenen Dateizustand. Doch es ist möglich, fast alles, was Sie im Internet sehen, auch so auf die Platte zu bekommen:

Text: Wenn es Ihnen um den reinen Textinhalt einer Seite geht, genügt es, wenn Sie die Seite wie oben beschrieben im HTML Format speichern. Sie erhalten dann aber die oben beschriebenen "Dateileichen", die sich nur mit Mühe weiterverarbeiten lassen.

    Wenn ihnen auch die Textformatierungen egal sind (d.h. Farbe, Abstände und Größe), können Sie die aktuelle Seite im reinen Textformat (.txt) speichern, Sie erhalten dann den gesamten Text ohne störende Hintergrund- und Bildreste. Aber alle Formatierungen sind wie gesagt verloren! Wenn Sie nur ein Textabschnitt interessiert, können Sie ihn wie in jedem Textprogramm markieren und per "Kopieren" und "Einfügen" (Copy + Paste) oder durch "Drag and Drop" in ihr Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word) übernehmen. Formatierungen aber siehe oben!

Bilder: Nichts einfacher als das. Wenn ihnen ein Bild gefällt, müssen Sie warten, bis es komplett geladen ist, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Bild speichern unter/Grafik speichern unter (Netscape). Bei den meisten Seiten und Dateiformaten funktioniert dies problemlos.

    Hinweis: Die beiden gebräuchlichsten Bildformate im Internet sind JPEG (Kürzel für Joint Photographers Expert Group) und GIF (Kürzel für Graphics Interchange Format).Beide Formate zeichnen sich durch sehr geringe Dateigrößen durch Datenkompression aus. Sie sollten es beim ersten Speichern bei dem voreingestellten Format belassen, wenn sie es aber in einem Bildverarbeitungsprogramm weiterbearbeiten wollen, sollten sie es aber in ein Format wie BMP, TIFF, Photoshop, etc. umwandeln, da es sonst bei jedem Öffnen und Speichern erneut komprimiert wird und so schnell unansehnlich wird.

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Animated GIFs: Häufig werden Sie im Internet auf kleine, mehr oder weniger zappelige Bildanimationen treffen. Diese sind eine Sonderform der oben beschriebenen GIFs, eine Folge von Einzelbildern, der Effekt entspricht dem eines Daumenkinos. Meist handelt es sich jedoch um wenig nützliche Erscheinungen, viele Leute verwenden sie gerne als (wenig professionelle und auf die Dauer lästige) Hingucker für ihre Seiten. Gespeichert werden sie wie normale Bilder, den Animationseffekte sehen Sie jedoch nur in einem Webbrowser – in einem Bildverarbeitungsprogramm sehen sie meist nur das erste Bild der Folge – und zur Erstellung oder Veränderung brauchen Sie spezielle Programme (z.B. Animation Shop aus dem Grafikprogramm Paint Shop Pro).

    Hinweis: Häufig finden sich besonders auf kommerziellen Seiten längliche bewegte und unbewegt Bilder. Dies sind Werbebanner mit denen Sie eine Firma auf ihre Site locken will. In der Regel verbergen sich dahinter nur selten nützliche Angebote, außerdem kosten sie viel Zeit beim Laden der Seite, und gemeinerweise werden sie immer zuerst geladen, so dass man sie kaum unterbinden kann. Andererseits erhält derjenige Geld, der ein solches Werbebanner auf seine Seite stellt (bis zu 10 Cent pro Klick eines Besuchers darauf), neben einigen unseriösen Anbietern hilft dies aber auch vielen ehrlichen, ihre Seiten und Programme kostenlos zu halten. Werbung ist also häufig ein notwendiges Übel.

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Sound: Auf vielen Seiten kann man mehr oder weniger schöne Hintergrundsounds genießen. Gefällt Ihnen einer besonders gut, können Sie ihn aber meist nicht direkt speichern. Vielleicht können Sie ihn aber auf diese Weise doch bekommen: Öffnen Sie im Windows Menü die Ordner "Temp" und "Temporary Internet Files". In diesen Ordnern speichert der Internet Explorer alle anzuzeigenden Dateien zwischen, Sie sollten hier alle Sounds und Bilder der gewünschten Seite finden und in einem neuen Ordner abspeichern können. Aber beachten Sie: Dieser Ordner hat nur soviel Speicherplatz, wie ihm in den Browser - Voreinstellungen zugewiesen wurde (meist zwischen 10 und 20 MB), Sie sollten sich also beeilen, denn wenn Sie weitere Seiten aufrufen, werden die ältesten Dateien von den neu hinzukommenden überschrieben und eventuell beim Schließen des Browsers komplett gelöscht. Auch dieser Ordner bietet sich an, um Ihnen nachzuspionieren! Bei Netscape Browsern finden Sie den entsprechenden Ordner im Programmverzeichnis, suchen Sie dort nach Bookmarks – Cache. Im Ordner Bookmarks finden Sie hier auch ihre Lesezeichen im HTML Format. Zum bekannten Soundformat MP3 siehe neue Multimedia Techniken.

Multimediadateien: Für viele Internetdateien braucht man spezielle Anzeigeprogramme (PlugIns), vor allem für Sound -, Video - und Animationsformate. Einige davon lassen sich auch nur abspielen und nicht direkt speichern. Dazu mehr unter Multimediale Techniken.

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Dateidownload: Im Internet werden sehr viele Dateien angeboten, die sich der Benutzer auf den lokalen Rechner kopieren kann, etwa Programme, Sounds oder Videos. Viele Hersteller bieten beispielsweise Updates für ihre Programme, Testversionen oder kleine Utilities ausschließlich über das Internet an. Der Download, d. h. das Herunterladen der Dateien (auch als herunterziehen oder –saugen bezeichnet) ist mit den heutigen Browsern sehr einfach. Man klickt auf den Link, unter dem die Datei angeboten wird, und der Browser beginnt mit dem Download und fragt nach dem Speicherort (oder den Link mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter" auswählen). Bei kommerziellen Seiten müssen Sie zuvor oft noch ein Formular ausfüllen, bei dem Sie nach Name, Adresse, Email, etc. gefragt werden, damit der Anbieter ihnen Informationen (Werbung) zusenden kann. Zum Thema Sicherheit dieser Daten später noch etwas mehr. Zur Übertragung der Daten auf den heimischen Rechner wird das ftp - Protokoll verwendet (File Transfer Protocol), ein gesichertes, schnelles Protokoll zum Übertragen von Dateien (in beide Richtungen). Viele dieser Dateien liegen auf speziellen Servern mit eigenen Adressen (z.B. ftp://ftp.adobe.com ), die meisten sind frei zugänglich, als Passwort genügt eine Email - Adresse. Den Serverwechsel und die Anmeldung erledigen die heutigen Browser im Hintergrund, Sie bekommen davon meist nichts mit. Wenn Sie sich manuell mit einem solchen Server verbinden (Eingabe der genauen Adresse), sehen sie eine hierarchische Verzeichnisstruktur ähnlich der des Windows Explorer. Hier können Sie sich zur gewünschten Datei durchklicken, die Ansicht der Verzeichnisse ist dabei rein textbasiert, die Benutzung also eher karg und ohne größeren Unterhaltungswert. Diese Server dienen nur der Datenübermittlung und –speicherung.

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Wichtige Hinweise zum Download von Dateien:

Um die zu übertragende Dateimenge möglichst gering zu halten, werden die Dateien in der Regel komprimiert (auch packen/zippen genannt). Um diese Dateien nach der Übertragung wieder auf ihre normale (lesbare) Größe zu bringen, benötigen Sie einen sogenannten Packer. Bekannte Packer sind z.B. WinZip, aktuell in der Version 7.0 SR-1, zu beziehen unter http://www.winzip.com (Shareware, d.h. nach einer Testphase nicht mehr kostenlos), oder PowerZip (http://www.powerzip.lco.net); häufig finden sich Packer auch auf CD-ROMs, die Computerzeitschriften beiliegen. Die gebräuchlichsten Archivformate erkennen Sie an den Dateiendungen .zip und .rar, mit den meisten Packern können Sie diese Archive auch selbst erstellen, d.h. ihre eigenen Dateien komprimieren. In der Macintosh Welt ist das sit - Format gebräuchlich (Stuff it), ein gutes Programm, um auch dieses Format zu entpacken, ist der Aladdin Expander, kostenlos (auch für Windows) erhältlich unter http://www.aladdinsys.com .

Der Microsoft Internet Explorer und der Netscape Navigator/Communicator unterstützen in den aktuellen Versionen nicht die Wiederaufnahme von abgebrochenen Downloads, d. h. wenn bereits 99 Prozent der Datei übertragen sind und die Verbindung dann abbricht (z.B. wenn der Server wegen zu langer Untätigkeit oder Überlastung die Leitung trennt) ist die bisher geladene Datei wertlos und sie können von vorne anfangen. Das ist besonders ärgerlich, wenn sie seit einer Stunde eine 20 MB große Datei laden und die Verbindung kurz vor Ende abbricht. Zu diesem Zweck gibt es spezielle FTP – Programme, die diese Wiederaufnahme unterstützen (was allerdings auch nur funktioniert, wenn der Server dies anbietet). Empfehlenswert ist z.B. das kostenlose Programm Go!Zilla, zu finden unter http://www.gozilla.com , oder die professionellen WS – FTP und GetRight. Diese Programme finden sich auch häufiger auf den CD–ROMs der PC–Zeitschriften.

Das Herunterladen von kompletten Websites ist nur mit speziellen Programmen möglich, die teilweise aber nicht sehr ausgereift sind. Bekannte Programme für diesen Zweck sind z.B. WebWhacker und Black Widow. Bei den Browsern ermöglicht dies erst der Internet Explorer ab Version 5.0 (allerdings auch nur in Ansätzen) mit der Funktion "Make available offline" bzw. "Save as – Web Page, complete".


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